
Die Landwirtschaft ist immer noch ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft von Uruguay.
Wirtschaftlich ist Uruguay eng mit Argentinien verflochten, so dass es Krisen beim großen Nachbarn auch immer zu spüren bekommt. Trotzdem gilt Uruguay immer noch als die "Schweiz Südamerikas", da die Wirtschaft an südamerikanischen Verhältnissen eher solide und stabil ist. Außerdem hat Uruguay einen gewissen Sozialstaat.
Auch politisch ist das Land eines der ruhigeren Südamerikas, zumindest seit 1985 als es nach einer Militärdiktatur wieder eine Demokratie wurde. Durch die erfolgreiche Landwirtschaft ist Uruguay heute noch stark exportorientiert. Das Land ist Teil des gemeinsamen Binnenmarktes in Südamerika, der Mercosur-Region.
Die Landwirtschaft in Uruguay gilt als besonders extensiv, insbesondere wird der Einsatz von chemischen Düngern selten angewendet. Auch der Technologieeinsatz ist gering. Vielmehr setzt man auf Naturproduktion und schickt die Tiere auf große Koppeln, Naturweiden und verzichtet auf Zufütterung.
Dadurch ist Uruguay nicht so produktiv wie andere Staaten, hat aber ein positives Image was Nachhaltigkeit und Ökologie angeht. In diesen Bereich zielen auch Kampagnen in Richtung Tourismus (historische Estancias, Folklore).
Weitere Sektoren sind IT-Branchen, Biotechnologie, Bergbau, Erdölverarbeitung sowie die Herstellung von Bekleidung, Elektrogeräten, Aluminium und die chemische Industrie.